Eigene Ableitung: Es gibt hier
kein verwendbares Baumkataster — siehe unten. Die
Baumstandorte stammen deshalb aus dem amtlichen normalisierten
Oberflächenmodell nDOM50 von Geobasis NRW (dl-de/zero-2.0),
Bildflug 2022 bis 2024, überwiegend Ende Mai im belaubten Zustand, 50 cm Gitterweite.
Gesucht werden lokale Höhenmaxima im Band 5 bis 45 m; Treffer auf
amtlichen ALKIS-Gebäudegrundrissen und alles außerhalb der Stadtfläche
werden verworfen.
Grenze: Erfasst wird jede Krone ab etwa
fünf Metern — auch auf Privatgrund und im Wald, anders als
bei einem Kataster. Junge Pflanzungen darunter fehlen, ebenso Baumart
und Pflanzjahr. Der Kronendurchmesser ist aus der Höhe geschätzt, nicht
gemessen. Gerechnet wird bewusst auf 1 m statt auf den vorliegenden
50 cm: auf dem feineren Gitter findet das Verfahren im geschlossenen
Kronendach jede Astgabel als eigenen Baum und liefert rund die
sechsfache Zahl.
Ein einziges GeoPackage des Landes enthält Flächennutzung und Gebäudegrundrisse. Die Nutzungsart steht dort als deutscher Klartext, nicht als AAA-Schlüssel wie in Bayern. Heterogene Sammelkategorien werden bewusst nicht eingefärbt, statt sie einer falschen Farbe zuzuordnen. opengeodata.nrw.de
Aus demselben Paket, als grauer Kontext unter den anderen
Ebenen. Überdachungen, Carports, Durchfahrten und auskragende
Geschossteile sind herausgefiltert.
Grenze: Die Spalte Geschosszahl existiert
im Schema, ist in der vereinfachten Landesabgabe aber durchgängig leer.
Eine Verschattungsaussage aus Gebäudehöhen ist mit dieser Quelle nicht
möglich; die Ebene bleibt deshalb reiner Kontext.
Gegenüber den bayerischen Analysen in drei Punkten besser, und alle drei ändern, was die Karte sagen darf: 25 m statt 100 m Rasterweite, also fein genug für einzelne Straßenzüge; zwei Szenarien (typischer und extremer Sommertag) statt einem; und eine echte Nacht-Lufttemperatur als Messgröße statt einer Klassenskala. Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW
Stadtgrenze, 850 Aufenthaltsorte, Straßenrandparken und die Adresssuche über Nominatim. Für diese Stadt liegt keine amtliche Parkraumkartierung vor; die Stellplatzzahl ist aus OSM-Parkstreifen geschätzt und damit eine Untergrenze. openstreetmap.org
Weil absolute PET-Werte vorliegen, werden die fünf Klassen an den Schwellen der VDI-Richtlinie 3787 geschnitten (23 / 29 / 35 / 41 °C) statt wie sonst per Quantil aus der Verteilung der jeweiligen Stadt. „Starke Wärmebelastung“ heißt hier deshalb wörtlich „PET ab 35 °C“ und nicht „das heißeste Fünftel dieser Stadt“. Erst dadurch ist diese Ebene zwischen Städten vergleichbar — genau die Eigenschaft, deren Fehlen der Grund war, die Quantil-Ebene bei den bayerischen Gemeinden ganz zu entfernen. Ergebnis: 60,3 % der Stadtfläche ab 35 °C, 11,7 % ab 41 °C.
Die Nachtebene nutzt die modellierte Lufttemperatur um 4 Uhr, geschnitten bei 16 / 18 / 20 / 22 °C. Die 20-°C-Grenze liegt bewusst auf einer Klassengrenze, sodass „Klasse 4 oder 5“ exakt der Tropennacht-Definition des Deutschen Wetterdienstes entspricht. Der Szenarienunterschied ist drastisch: In der typischen Sommernacht erreichen 0,0 % der Fläche Tropennacht-Niveau, in der Extremnacht 64,1 %, mit Spitzen bis 23,9 °C. Die Kartenebene zeigt deshalb die Extremnacht — eine Karte der typischen Nacht wäre einfarbig.
Kronenflächen aus der Baumhöhe geschätzt (Durchmesser = 0,55 × Höhe, gekappt bei 14 m) — dieselbe Beziehung wie in Ludwigshafen und Mannheim, damit die Zahlen zwischen den Städten vergleichbar bleiben. Suchräume sind zusammenhängende Straßenflächen ab
150 m² ohne Kronenüberdeckung und ohne Baum näher als acht Meter
— 1.030 im Stadtgebiet.
Die Hitze-Kennzahl (24,6 % der
Straßenfläche ab 35 °C ohne Baum im 17-m-Umkreis) wurde mit einem
unabhängigen Skript auf 5-m-Gitter nachgerechnet. Der Radiuskorridor
15–20 m ergibt 17,8 bis 28,4 %: Die Aussage hängt nicht an der
Wahl des Radius.
Anders als Bergisch Gladbach oder Köln führt Meerbusch
— soweit öffentlich einsehbar — kein eigenes
Baumkataster. Geprüft am 1. August 2026: Das städtische
Geoportal nennt als Themen nur Bauleitpläne, Bodenrichtwerte,
Starkregengefahrenkarten, Solarpotenzialkataster und historische
Karten. Das gemeinsame Open-Data-Portal des Rhein-Kreises Neuss
führt 40 Datensätze zu Meerbusch — Radtouren, Spielplätze,
Friedhöfe und Ähnliches —, aber keinen zu Bäumen. Die
Nachbarstadt Neuss veröffentlicht im selben Portal dagegen
„Baumbestand“ und „Baumkronen“ ausdrücklich
unter CC0; ein Baumkataster hätte in diesem Portal also grundsätzlich
Platz, wenn es eines gäbe.
Deshalb die Ableitung aus dem Oberflächenmodell. Sollte sich
herausstellen, dass die Stadt intern doch ein Kataster führt, wäre
eine Anfrage nach dem Muster von Bergisch Gladbach der nächste
Schritt.
Die vereinfachte ALKIS-Abgabe führt keine Geschosszahlen. Für eine echte Verschattungsrechnung — welcher Baum steht wann im Gebäudeschatten, und wo hilft nur noch ein Baum — bräuchte es die unvereinfachte Abgabe oder das LoD2-Modell.
Die Suchraum-Analyse arbeitet ausschließlich auf der ausgewiesenen Straßenverkehrsfläche (3,74 km²). Private Grundstücke, Höfe und Gewerbeareale bleiben unbewertet, obwohl auch dort Schatten fehlen kann. Ob auf einem Suchraum tatsächlich ein Baum stehen kann, hängt von Leitungen im Untergrund, Rettungswegen, Sichtdreiecken und entfallenden Stellplätzen ab — alles ungeprüft.